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GOTT

von Ferdinand von Schirach

Ein Theaterstück mit Live-Musik und anschliessender Podiumsdiskussion

Mit 78 Jahren äussert die Architektin Elisabeth Gärtner den Wunsch, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Seit ihr geliebter Ehemann vor drei Jahren nach langem Leiden an Krebs starb, ist ihr Lebenssinn verschwunden. Frau Gärtner, die weder unheilbar krank noch an starken Schmerzen leidet, beantragt bei ihrer Augenärztin und Vertrauensperson Dr. Brandt ein Rezept für eine tödliche Dosis Natrium-Pentoarbital. Diese möchte allerdings aus ethischen Bedenken keine Beihilfe zum Suizid leisten.

In der Schweiz ist die Sterbehilfe gesetzlich geregelt. Natrium-Pentoarbital kann mit wenigen Ausnahmen auf Wunsch der Patient:innen ohne strafrechtliche Konsequenzen von Ärztinnen und Ärzten verschrieben werden. Diese vergleichsweise liberale Regelung befreit die Gesellschaft jedoch nicht von der ethischen und moralischen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Im Stück diskutiert ein fiktiver Ethikrat den Fall. Juristische, medizinische und theologische Sachverständige streiten über das kontrovers diskutierte Thema. Sollen Ärztinnen und Ärzte beim Suizid helfen? Hat der Mensch ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben? Am Ende des Stücks müssen die Zuschauer:innen ihr Urteil mittels Abstimmungsknopf selber fällen.

Mit:
Heidi Maria Glössner, Vera Bommer, Marco Luca Castelli, Kurt Grünenfelder, Manuel Herwig, Rebecca Indermaur, Nikolaus Schmid, Tonia Maria Zindel

Live-Musik Mara Miribung und Michael Flury


Regie Barbara-David Brüesch
Produktionsleitung, Produktion & Tour Roland Amrein
Technische Leitung, Bühne & Licht Roger Stieger
Dramaturgie & Live-Video Jonas Bernetta
Kostüme Sabine Blickenstorfer
Maske Patrizia Gwerder (Annina Schmid)
Videos Georg Lendorff

Produktion: Die Kollaborateure Chur / Roland Amrein
Ein Projekt der Menzi-Jenny-Gertrud-Stiftung

Im Bernhard Theater mit der Unterstützung des Clubs Bernhard.

www.gott-theater.ch

Bitte beachten Sie vor der Ticketbuchung den aussergewöhnlichen Saalplan.
Nach der knapp 100-minütigen Vorführung und einer Pause folgt eine Podiumsdiskussion mit spannenden Gästen.
Empfohlen ab 15 Jahren.

Termine & Tickets

Januar 2027

Mi

27

Jan
19.30

GOTT

von Ferdinand von Schirach

Erhältlich    
Do

28

Jan
19.30

GOTT

von Ferdinand von Schirach

Erhältlich    
Fr

29

Jan
19.30

GOTT

von Ferdinand von Schirach

Erhältlich    
Sa

30

Jan
19.30

GOTT

von Ferdinand von Schirach

Erhältlich    
So

31

Jan
19.30

GOTT

von Ferdinand von Schirach

Erhältlich    

Weitere Infos

DIE INSZENIERUNG

Über die Mittel des Theaters soll die Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir sterben wollen, angeregt werden. Denn in unserer Gesellschaft sind Sterben und Tod immer noch tabuisiert – und die Möglichkeiten, wie wir unser Lebensende selbstbestimmt gestalten können, der breiten Öffentlichkeit viel zu wenig bekannt. Mit der Inszenierung von «Gott» ermöglicht die Regisseurin Barbara David-Brüesch den Diskurs mit dem Publikum. Durch den Aufbau der Bühne in der Mitte des Raumes, an deren Kopfende der Ethikrat sitzt, und der U-förmigen Platzierung der Zuschauer:innen um die Bühne entsteht eine Arenasituation, die den Diskurs in den Vordergrund stellt. Die Hauptrolle der Frau Gärtner spielt Heidi Maria Glössner, eine hervorragende Schauspielerin mit hohem Bekanntheitsgrad und grossem Interesse am Thema Sterbehilfe. Auch die weiteren Rollen sind von erfahrenen Schauspieler:innen besetzt, die zusammen mit den beiden Musikern an Cello und Posaune ein hervorragendes Ensemble bilden. Das Stück wurde bereits an mehreren Orten im Kanton Graubünden äusserst erfolgreich aufgeführt, die Vorstellungen waren alle ausverkauft. Weitere Aufführungen in anderen Kantonen sind geplant.

DIE PODIUMSDISKUSSION

In der anschliessenden Podiumsdiskussion diskutieren Fachpersonen und das Publikum über die Themen Sterben und Tod. In diese Diskussion gehört auch die Thematisierung der Palliative Care – die interdisziplinäre und interprofessionelle Betreuung und Behandlung von Menschen mit einer unheilbaren, schweren Erkrankung. Denn Palliative Care stärkt die Selbstbestimmung der Betroffenen und stellt ihre Lebensqualität in den Vordergung; für ein gutes Leben bis zuletzt.

Fotogalerie

 

Fotos: Mayk Wendt